LEBEN MIT BLASENSCHWÄCHE?

Das muss nicht sein!

Kaum eine Frau traut sich, darüber zu sprechen, Millionen sind davon betroffen: Blasenschwäche. Ständige Toilettengänge schränken betroffene Frauen stark ein. Oft reicht eine kleine Anstrengung wie Treppensteigen, Husten, Niesen oder Lachen aus, und schon verliert man etwas Urin. Einlagen werden daher zum ständigen Begleiter.

Unbestritten geht dies nicht spurlos an einem vorbei, sondern wirkt sich belastend auf das Selbstwertgefühl, die eigene wahrgenommene Attraktivität und die Weiblichkeit aus. Denn es geht um mehr als nur um den häufigen Gang zur Toilette oder Hygiene. Obwohl man sich aktiv und vital fühlt, sind wichtige Lebensbereiche beeinträchtigt. In der Partnerschaft lässt man weniger Intimität zu. Freunde trifft man lieber zu Hause als auswärts und an lange Autofahrten ist gar nicht erst zu denken. Und selbst die Kleiderwahl wird, wenn oft auch unbewusst, von der Blase mitbestimmt.

Das soziale und gesellschaftliche Leben und das eigene Selbstbewusstsein geraten unwillentlich mehr und mehr ins Wanken, weil „Frau“ sich aus Angst vor unangenehmen Situationen zunehmend isoliert. Die Blase diktiert alles – von den Einschränkungen bei täglichen Aktivitäten bis hin zu Kleider- und Unterwäschewahl.

Blasenschwäche: Sie sind nicht allein!

Mehr als elf Millionen Frauen jeden Alters sind in Deutschland von einer Blasenschwäche betroffen.1 Bereits in der Altersklasse der 45- bis 49-Jährigen steigt die Zahl der Betroffenen deutlich an. Aber auch jüngere Frauen, vor allem nach Schwangerschaft und Geburt, leiden unter den unangenehmen Symptomen.

Nehmen Ihre Beschwerden bereits Einfluss auf Ihren Alltag und Ihr Selbstwertgefühl? Machen Sie den Selbsttest:

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Leiden Sie an häufigem Harndrang?

Bis zu 8-maliger Toilettengang pro Tag wird als im Bereich des Normalen angesehen. Beachten Sie jedoch: Eine erhöhte Trinkmenge kann kurzfristig auch zu einem vermehrten Harndrang führen.

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Verspüren Sie beim Wasserlassen ein schmerzhaftes Brennen?

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Verlieren Sie ab und an unwillkürlich Urin?

Die Beschwerden – häufiger, dringender Harndrang trotz unvollständig gefüllter Blase – sind typisch für eine Reizblase, auch als nervöse oder überaktive Blase bezeichnet. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen sind in Deutschland mehr als 4 Millionen Frauen ab 40 Jahren von einer Reizblase betroffen.

Bei ca. einem Drittel aller Betroffenen ist unwillkürlicher Harnverlust (Dranginkontinenz) ein Begleitsymptom, aber auch ohne dieses ist eine Reizblase denkbar.



Es kann in den unpassendsten Momenten geschehen: Beim Sport, Tanzen oder Trampolinspringen mit den Kindern, oder wenn man mal herzlich lachen muss. Unwillkürlich kommt es zum tröpfchenweisen Harnabgang.
Dies kann für eine Stress- oder Belastungsinkontinenz bzw. Blasenschwäche stehen.

Tritt plötzlicher, nicht zu unterdrückender Harndrang auf, selbst wenn die Blase nicht gefüllt ist? Tritt der Harndrang so plötzlich und zwingend ein, dass Sie es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen und unwillkürlich Urin verlieren?
Diese Symptome können für eine Dranginkontinenz sprechen.



Die häufigste Harnwegsinfektion bei Frauen ist die Blasenentzündung. Sie ist gekennzeichnet durch Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen.
Möglicherweise ist der Urin getrübt, im Geruch verändert oder weist Blut auf. Konsultieren Sie einen Arzt, um durch eine Urinuntersuchung die Ursache festzustellen. Dieser klärt ebenfalls ab, dass keine Blasensteine oder eine Harnröhrenentzündung vorliegen, die ebenfalls Schmerzen beim Wasserlassen verursachen können.



Ihre Antworten deuten darauf hin, dass weder funktionale Störungen, wie eine überaktive Blase oder eine Blasenschwäche, noch eine Blasenentzündung vorliegen. Konsultieren Sie einen Arzt, um sich sicher sein zu können.



Ursachen der Blasenbeschwerden

Blasenschwäche wird oft übergreifend für verschiedene Ursachen von funktionellen Blasenbeschwerden verwendet. Dazu gehören neben einer überaktiven Blase, auch die sogenannte Stress- und bzw. Dranginkontinenz:

Bei Blasenschwäche frühzeitig eingreifen

Dennoch ist Blasenschwäche auch heute noch ein Tabuthema, über das nur ungern gesprochen wird. Viele Frauen warten deshalb erst einmal ab, weil die Beschwerden „ja nicht so schlimm“ sind – und gewöhnen sich dabei ganz unbewusst an die zunehmenden Einschränkungen. Das braucht aber nicht so zu sein – Sie können selbst viel für Ihre Blasengesundheit tun. Es ist sinnvoll, frühzeitig aktiv zu werden. Lassen Sie Ihr Leben nicht länger von der Blase bestimmen.

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1) Eigene Berechnung basierend auf Prävalenzdaten aus Nitti VW. The Prevalence of Urinary Incontinence. Rev Urol. 2001;3(Suppl 1): S2-S6

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