Ständiger Harndrang kann die Lebensqualität beeinflussen

Probleme mit der Blase:
Wenn der Harndrang lästig wird

Der Toilettengang – eine Selbstverständlichkeit. Doch was, wenn der Harndrang zum Problem wird? Etwa anderthalb Liter Urin produziert der Mensch normalerweise jeden Tag. Der Harn bildet sich in den Nieren, sammelt sich in der Blase und wird schließlich beim Urinieren abgesondert, wobei mit dem Wasser auch Abbauprodukte und Giftstoffe ausgeschieden werden.
Eine 3- bis 5-malige tägliche Blasenentleerung ist die Regel, aber auch bis zu 8-mal täglich (je nach Trinkmenge) kann noch als normal betrachtet werden. Bei funktionellen Störungen oder Infektionen gerät der komplexe Prozess jedoch aus dem Gleichgewicht; es kommt zu häufigem Harndrang bis hin zu unwillkürlichem Harnabgang. Tritt dieses unnatürlich häufig auf, können verschiedene Ursachen zugrunde liegen:

Ständiger Harndrang und häufiges Urinieren mit geringen Harnmengen sprechen entweder für eine Erkrankung der Harnwege wie Blasenentzündung oder eine funktionelle Störung im Blasen-Beckenbodensystem wie Blasenschwäche oder Reizblase. Diese beiden Formen der Inkontinenz – auch als Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz bezeichnet – sowie andere Ursachen für Blasenbeschwerden werden auf den folgenden Seiten genauer beleuchtet.  

Bei unnatürlich häufigem Harndrang ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird zunächst Untersuchungen der Blut- und Urinwerte vornehmen sowie gegebenenfalls mithilfe eines Tagebuchs, in dem Häufigkeit und Menge des Wasserlassens festgehalten wird, die Ursache einzugrenzen versuchen. Eventuell ist auch eine Blasenspiegelung oder eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege angebracht. Liegen einer Funktionsstörung psychische Ursachen zugrunde, haben sich Entspannungstechniken, Akupunktur und Autogenes Training bewährt.

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