Andere Länder, andere Sitten – der Urlaubsknigge

Sommerzeit ist Reisezeit und häufig auch die Zeit der Fettnäpfchen. Vom Trinkgeld über die Kleiderordnung bis zum Alkoholgenuss - lesen Sie hier eine Auswahl der Do’s & Don’ts für einige beliebte Urlaubsländer.

date_range20. August 2019

War man früher als Reisender ein gern gesehener Gast im Ausland, ist der Begriff „Tourist“ heute zu einem der schlimmsten Schimpfwörter geworden. Das mag an der schieren menschlichen Überflutung liegen, die manche Städte und Regionen heimsuchen. Die Masse der Menschen allein, kann es jedoch nicht sein, dass viele Urlaubsziele mittlerweile massive Maßnahmen ergriffen haben, die Anzahl der Gäste auf Zeit zu verringern.

 

Häufig liegt es auch am Benehmen der Gäste, dass Einheimische sich in ihrem Zuhause unwohl oder gar gestört fühlen. Unabhängig davon, ob man ins Ausland reist oder eine andere Stadt im eigenen Land besucht: Höflichkeit, Respekt und Anstand sollte überall gewahrt werden. Ganz nach dem alten Sprichwort: „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu.“ Trotz allem gelten mancherorts besondere Regeln, mit denen man sich vor einer Reise vertraut machen sollte.

 

Dubai
Von Frauen wie auch von Männern wird das Tragen angemessener Kleidung erwartet; dabei sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Das heißt auch für Männer keine Shorts. Frauen können, müssen aber kein Kopftuch tragen. Alkohol darf erst ab 21 Jahren konsumiert werden, was übrigens auch in den Hotel-Resorts gilt. In der Öffentlichkeit ist das Trinken von alkoholischen Getränken verboten.

 

Türkei

Freizügige Kleidung wird besonders bei Frauen nicht gern gesehen, aber auch Männern wird mehr Respekt entgegengebracht, wenn sie angemessen und förmlich gekleidet sind. Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sollten unterlassen werden, sowohl von hetero- wie homosexuellen Paaren.

 

Historische Straßenbahn in Istanbul

Wer im Trubel von Istanbul nicht unangenehm auffallen möchte, sollte auf angemessene und förmliche Kleidung achten.

Menschen ungefragt zu fotografieren ist überall unhöflich, in der Türkei riskiert man damit jedoch häufig böse Blicke. Deshalb immer vorher fragen. Gespräche über sog. Reizthemen wie Religion und Politik sollten, wie in vielen anderen Ländern auch, vermieden werden.

 

Ägypten
Männer begrüßen sich mit Handschlag. Nur wenn man sich schon vertraut ist, sind Umarmung und Wangenkuss üblich. Frauen nickt man als Mann höflich zu und lächelt kurz.
Wie in anderen islamischen Ländern, wird in Ägypten mit der rechten Hand gegessen, die linke gilt als unrein. Ein weiteres Tabu: Man putzt sich beim Essen nicht die Nase. Sind Sie erkältet oder leiden Sie unter einer Allergie, sollten Sie jedes Mal aufstehen und sich von den Menschen abwenden, um sich die Nase zu putzen.

 

Spanien

In der Regel haben Geschäfte und Behörden von mittags bis zum späten Nachmittag geschlossen. Das Abendessen beginnt spät, meist erst ab 21 Uhr. Warten Sie außerdem bis man Ihnen einen Tisch zuweist und setzen Sie sich nicht einfach irgendwo hin.

 

Historisches Zentrum Sevilla

Während am Nachmittag in Spanien die Mittagsruhe eingehalten wird, füllen sich gegen Abend die Straßen. Anwohner und Touristen genießen dann die frische Abendluft bei köstlichen Tapas und Getränken.

Am Ende ist es üblich, dass einer für alle zahlt und nicht jeder getrennt. Ach ja, der Stierkampf gehört zur Tradition und sollte nicht hinterfragt werden.

 

Italien
Auch die Italiener mögen es, wenn Urlauber angemessen gekleidet sind und das nicht nur beim Besuch von religiösen Heiligtümern. Am Strand sollte sich die Frau nicht oben ohne sonnen, FKK ist sogar verboten. Übrigens: auch Kinder dürfen am Strand nicht unbekleidet herumlaufen. Beim Restaurantbesuch muss man immer einen sog. „coperto“ zahlen, eine Art Grundgebühr für das Gedeck und Brot, unabhängig davon was man sonst noch speist. Trinkgeld ist gern gesehen und wird immer in bar auf den Tisch gelegt, auch wenn man mit Kreditkarte zahlt.

 

Österreich
In unserem Nachbarland macht man sich beliebt, wenn man das Gegenüber mit all seinen Titeln, sofern es welche hat, anspricht. Die „Liebe Frau Meier“ ist umso mehr entzückt, begrüßt man sie mit „Liebe Frau Diplom-Ingenieurin Meier“. Im Café ruft man niemals nach dem Kellner, sondern immer nach dem Ober. Über ein paar Wörter in der Landesprache freut man sich überall auf der Welt, so auch in Österreich: „Spritzer“ für Weinschorle, „Semmel“ statt Brötchen, „Melange“ für Milchkaffee und ähnliches sollte man draufhaben. Wer richtig eintauchen will, bestellt am Wiener Wurststand „a Eitrige mit an G’schissenen“, also einen Käsekrainer mit süßem Senf. Außerdem nimmt man es in Österreich eher gelassen, von Hektik hält man hier nicht viel.

 

Griechenland
Wer an den vielen Stränden der vielen Inseln ein Lagerfeuer machen will, sei gewarnt – das ist absolut verboten. Die Brandgefahr ist gerade im Sommer enorm, sodass eine weggeworfene Zigarettenkippe für großen Ärger sorgen kann. Vermeiden Sie es über die (jüngste) Politik, ob EU oder Türkei zu sprechen, beides sind heikle Themen. Im Restaurant bekommt man meist ein Glas oder eine Flasche Wasser gereicht, von dem man aus Höflichkeit auch trinken sollte. Trinkgeld lässt man in bar auf dem Tisch liegen.

 

 

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