Bakterien aus dem Darm: häufigste Ursache von Blasenentzündungen

5. Februar 2021

Fast die Hälfte aller Frauen erkrankt im Laufe des Lebens mindestens einmal an einer Harnwegsinfektion.1 Was jedoch nur die wenigsten Betroffenen wissen, ist, dass E. coli-Bakterien die mit Abstand häufigste Ursache von Blasenentzündungen bei Frauen sind.

Ein Großteil aller Blasenentzündungen geht auf E. coli-Bakterien zurück

In rund 80 % der Fälle sind die Escherichia coli-Bakterien (kurz: E. coli-Bakterien) für die Infektion verantwortlich.2 Sie erfüllen im Körper viele für den Menschen lebenswichtige Funktionen. Zum Problem werden sie nur, wenn sie den Darm verlassen und in anderen Bereichen des Körpers Infektionen auslösen. In die Blase gelangen Darmbakterien am häufigsten durch falsche Toilettenhygiene.

 

Nach dem Stuhlgang sollte die Säuberung stets von der Scheide zum After erfolgen, um zu vermeiden, dass E. coli-Bakterien Harnleiter, Harnröhre und Blase erreichen und diese entzünden. Frauen sind von dieser Art der Infektion besonders häufig betroffen, da bei ihnen Harnröhre und After enger beieinander liegen. Zudem ist die weibliche Harnröhre – und damit auch der Weg für E. coli-Bakterien in Richtung Blase – kürzer als die Harnröhre von Männern.

Abfallprodukte der Bakterien sind im Urin nachweisbar

Sobald du typische Symptome einer Blasenentzündung bei dir feststellst, wie plötzlichen Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen, solltest du zunächst deinen Hausarzt aufsuchen. Durch einen Urintest kann er u. a. den Nitritgehalt im Urin messen. Ein positiver Nitrittest ist ein Anzeichen einer Harnwegsinfektion. D.h. es besteht dann die Wahrscheinlichkeit, dass dies ggf. mit E. coli-Bakterien im Urin oder eben mit anderen Darmbakterien zu tun haben könnte, die in die Blase gelangt sind.

Was du über E. coli-Bakterien wissen solltest

E. coli-Bakterien, umgangssprachlich auch „Kolibakterien“ genannt, besiedeln neben vielen anderen Darmbakterien die Darmflora von Menschen und warmblütigen Tieren.

E. coli-Bakterien in vergrößerter Abbildung vor der Grafik eines menschlichen Darms

Beim Menschen sind sie überwiegend im Dickdarm zu finden. E. coli-Bakterien gehören zur Familie der Enterobacteriaceae und sind unter dem Mikroskop als kurze Stäbchen erkennbar. Entgegen ihrem schlechten Ruf sind Darmbakterien für den menschlichen Organismus unverzichtbar und übernehmen im Verdauungstrakt viele wichtige Aufgaben.

Schutzschild für Krankheitserreger

Die Gesamtheit unserer Darmbakterien dient als Barriere vor pathogenen Bakterien und anderen Fremdsubstanzen. Sie verhindern, dass fremde und schädliche Bakterien sich an die Schleimhaut des Darms anheften könnten.

Abbau von Ballaststoffen

Körpereigene Verdauungsenzyme sind allein nicht in der Lage Ballaststoffe vollständig zu spalten. Erst mit E. coli-Bakterien als Unterstützung wird die Spaltung möglich.

Verstoffwechselung von Vitamin K

coli-Bakterien produzieren Vitamin K, ein essenzielles Vitamin für die Blutgerinnung und für das Zellwachstum.

Mikroskopische Vergrößerung von E. coli-Bakterien in ihrer typischen Stäbchenform

80 % aller Blasenentzündungen gehen auf E. coli-Bakterien zurück2

Nicht alle Escherichia coli-Stämme sind nützlich

Es gibt zahlreiche Stämme von Escherichia coli, nicht alle von ihnen sind auch nützlich für den Menschen. Einige E. coli-Stämme produzieren Giftstoffe und können Krankheiten verursachen. Neben Blasenentzündungen können E. coli-Bakterien auch Entzündungen weiterer Organe auslösen, wie etwa des Verdauungstrakts (Gastroenteritis), der Prostata oder der Gallenblase.

Diese Faktoren können eine Blasenentzündung begünstigen:

Mangelhafte Hygiene

Neben einer falschen Toilettenhygiene können auch zu kurzes Händewaschen oder der Kontakt mit benutzten Windeln zu einer Übertragung von Escherichia coli– und anderen Darmbakterien führen.

Geschlechtsverkehr

Durch häufigen Sex steigt das Risiko für Frauen, an einer durch Darmbakterien ausgelösten Blasenentzündung zu erkranken (sogenannte „Honeymoon-Zystitis“), da bei Frauen Harnröhre und After eng beieinander liegen.

Eine Blasenentzündung therapieren

Eine Behandlung mit Antibiotika ist nicht immer die beste Lösung, da sie im Falle einer bakteriellen Infektion zur Resistenzbildung bei den Bakterien führen können oder der Körper durch die Nebenwirkungen, die durch Antibiotika auftreten können, noch weiter beansprucht wird. Oft reicht die Einnahme wie etwa UROinfekt® aus, um die Symptome einer Blasenentzündung zu lindern.

 

Durch das Trinken salzhaltiger Flüssigkeit oder die Einnahme von Elektrolyt-Ersatzlösungen aus der Apotheke kannst du deinen Körper zusätzlich dabei unterstützen, den Wasser- und Elektrolythaushalt wieder auszugleichen. Generell solltest du in der Genesungsphase einer Blasenentzündung darauf achten, ausreichend zu trinken, um die Bakterien aus dem Körper zu schwemmen. Gut geeignet sind Wasser und Blasentees.

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