Einer Blasenentzündung mit der richtigen Ernährung vorbeugen

5. Februar 2021

Sowohl als Auslöser von Blasenentzündungen als auch bei der Behandlung und Prävention von Harnwegsinfekten kann die Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Wenn du an einer Blasenentzündung erkrankt bist, kannst du durch eine gezielte Auswahl deiner Nahrungsmittel aktiv dazu beitragen, die oft unangenehmen Symptome der Infektion zu mildern und schnell wieder abklingen zu lassen.

Worauf solltest du bei deiner Ernährung während eines Harnwegsinfekts achten?

Grundsätzlich sollte sich deine Ernährung bei einer Blasenentzündung an drei wesentlichen Zielen ausrichten:

  • die Entzündung im Körper reduzieren
  • das Immunsystem stärken
  • eine gesunde Darmflora fördern

Auf die beiden letzten Punkte solltest du auch nach einem vollständigen Ausheilen der Blasenentzündung achten, da ein starkes Immunsystem und eine gesunde Darmflora generell entscheidend sind, um das Risiko von Infektionen gering zu halten. Bei Harnwegsinfekten gilt außerdem: trinken, trinken, trinken! Durch die Flüssigkeit werden die Keime ausgespült und können sich gar nicht erst in der Blasenwand festsetzen. Zwei Liter Wasser oder ungesüßte Kräutertees sollten es täglich mindestens sein. Mit Kohlensäure versetzte Getränke können die Blase hingegen reizen und sollten daher besser gemieden werden.

Verschiedene gesunde Lebensmittel auf einem Holztisch.

Oft ist es gar nicht notwendig, die Ernährung komplett umzustellen, um den Körper während einer Blasenentzündung zu unterstützen. Insbesondere in der Genesungsphase ist es jedoch wichtig, sich einen Überblick über die Inhaltsstoffe deiner bevorzugten Nahrungsmittel zu verschaffen, da diese sich entweder positiv (antiinflammatorisch) oder negativ (inflammatorisch) auf Entzündungsprozesse im Körper auswirken können.

Bei Blasenentzündungen empfehlenswerte entzündungshemmende Inhaltsstoffe sind unter anderem:

 

  • Omega-3-Fettsäuren
  • sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Polyphenole)
  • Ballaststoffe
  • Vitamin A, C, D und E
  • Mineralstoffe (zum Beispiel Zink oder Magnesium)
  • Probiotika

 

Als entzündungsfördernde Inhaltsstoffe gelten:

 

  • Omega-6-Fettsäuren
  • schädliche sekundäre Pflanzenstoffe (Lektine, Zucker)
  • Trans-Fettsäuren
  • Alkohol

Kann durch falsche Ernährung eine Blasenentzündung entstehen?

Die möglichen Auslöser für eine Blasenentzündung sind vielfältig und reichen von häufigem Geschlechtsverkehr (der sogenannten Honeymoon-Zystitis) bis hin zu einer falschen Intimhygiene. Vor allem, wenn Blasenentzündungen wiederholt auftreten, kann dies darauf hindeuten, dass die Infektionen auch mit der Ernährung zusammenhängen. In der Regel treten Krankheiten insbesondere dann immer wieder auf, wenn die körpereigenen Schutzmechanismen, also das Immunsystem, geschwächt sind. Die Funktionsfähigkeit des Immunsystems wiederum hängt eng mit der Darmgesundheit und dem Säure-Basen-Haushalt im Körper zusammen. Eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise können also einen positiven Einfluss auf die eigene Anfälligkeit für eine Blasenentzündung haben

Das Verhältnis von basischen und säurebildenden Lebensmitteln sollte idealerweise 80 : 20 betragen.

Eine Person hält eine Schüssel mit gesunden Lebensmitteln und eine Gabel.

Was du bei einer Blasenentzündung essen solltest – und was besser nicht

Aber was heißt das nun konkret für deine Ernährung bei einem Harnwegsinfekt? Welche Lebensmittel unterstützen bei einer Blasenentzündung dein Immunsystem und welche sollten besser nicht auf dem Teller landen? Eine gesunde, ausgewogene Ernährung stärkt die Abwehrkräfte und kann sich damit positiv auf eine Harnwegsinfektion auswirken. Wir haben ein paar Lebensmittel zusammengetragen, auf die du nicht verzichten solltest.

Lebensmittel, die bei einer Blasenentzündung helfen

  • Obst: alle zuckerarmen Obstsorten, Beeren, in Maßen auch: Bananen, Trauben, Kirschen, Ananas, Mangos, Birnen
  • Gemüse: Brokkoli, Spinat, Artischocken, Rote Beete, Pilze, Radieschen, Meerrettich
  • Fleisch: Leber, Wildfleisch
  • Fisch: Lachs, Thunfisch, Makrele
  • Milchprodukte: Käse, Joghurt
  • Nüsse: Cashewnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Lein- und Chiasamen
  • Kräuter: Ingwer, Basilikum, Gewürznelke, Kurkuma, Kerbel, Kreuzkümmel
  • Öle: Raps-, Hanf-, Lein- und Kokosnussöl

Lebensmittel, die du besser meiden solltest

  • Obst: gezuckertes Obst
  • Gemüse: Erbsen, Kichererbsen, Bohnen
  • Fleisch: Schweinefleisch, Wurst
  • Fisch: panierter Fisch
  • Milchprodukte: Fruchtjoghurt, Milchprodukte mit hohem Fettanteil
  • Nüsse: Erdnüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam
  • Öle: Sonnenblumen-, Erdnuss- und Distelöl

Weitere Risikofaktoren für eine Blasenentzündung: Alkohol und Zucker

Ab und zu ein Glas Rotwein am Abend begünstigt eine Blasenentzündung in der Regel nicht. Trotzdem ist der Gedanke, dass eine Blasenentzündung durch Alkohol ausgelöst werden kann, nicht ganz abwegig. Alkoholische Getränke schwächen das Immunsystem, was das Risiko von Infektionen allgemein erhöht. Außerdem wirkt Alkohol dehydrierend und kann eine Blasenentzündung begünstigen, indem er den Säure-Basen-Haushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht bringt.

 

Gerade wenn sie krank sind und sich schlecht fühlen, greifen viele Menschen zu süßen Naschereien, um ihre Stimmung kurzfristig aufzuhellen. Die Aufnahme von Zucker (der übrigens nicht nur in Süßwaren, sondern oft auch in großer Menge in vermeintlich gesunden Produkten wie Fruchtsäften oder Saucen enthalten ist) schwächt jedoch ebenfalls das Immunsystem. Um eine Harnwegsinfektion zu heilen oder das Entstehen einer Blasenentzündung zu vermeiden, solltest du daher auf eine generelle gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten.

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